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Das Projekt „Zukunft schmackhaft machen!" erkundet Wege zur praktischen und inklusiven Umsetzung der kommunalen Nachhaltigkeitsstrategie Tecklenburgs, bei der Bürger*innen wünschenswerte Zukünfte erträumen und aktiv mitgestalten. Verschiedene Zukunftsbausteine tragen dazu bei, die transformative Resilienz der Region zu stärken und „Zukunftsangst in Zukunftsmut“ zu verwandeln.

Die immer stärker spürbaren, vielschichtigen Veränderungen und die multiplen Krisen (u. a. Klimakrise, Kriege, Artensterben, wachsende Ungleichheit, demographischer Wandel) gehen vielfach mit starken Affekten einher: Insbesondere Unsicherheiten und Ängste besitzen das Potenzial, Konflikte zu verschärfen und antidemokratische Haltungen zu stärken. Damit tragen sie zur Bedrohung demokratischer Strukturen und Prozesse bei.
Damit die Potenziale und Chancen von Transformationen stärker in den Fokus rücken als deren Risiken, ist es von besonderer Bedeutung, dass Menschen Selbstwirksamkeit sowie Gestaltungsmöglichkeiten erfahren. Die Motivation und Ermutigung zur aktiven Mitgestaltung steht als Leitgedanke hinter dem Konzept des Reallabor-Projekts.
Um dies zu erreichen, hat die Stadt Tecklenburg zusammen mit dem Zentrum für Interdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung (ZIN) der Universität Münster, dem Tecklenburger Bioland-Hof Wurzeln & Hörner auf Haus Hülshoff und dem Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) ein Reallabor gegründet, das auf die praktische und inklusive Umsetzung der kommunalen Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt Tecklenburg zielt. Der Hof bietet als bereits etablierter Knotenpunkt (z.B. Solidarische Landwirtschaft, außerschulischer Förderschullernort u.v.m.) den passenden Rahmen als Veranstaltungs- und Erlebnisort für die Projektaktivitäten und dafür, mehr Menschen die Zukunft „schmackhaft“ zu machen.
Vor Ort sollen konkrete Lösungsansätze für anstehende Herausforderungen erprobt werden. Das gemeinsame Handeln und Lernen verschiedener Akteur*innen vor Ort steht dabei im Mittelpunkt. Die lokalen Transformationsprozesse werden auf diese Weise unterstützt. Gleichzeitig fungiert das Reallabor in der Modellkommune Tecklenburg als Prototyp und ermöglicht den Transfer in andere Kommunen, Regionen und Kontexte.

Im Rahmen des Projekts werden Zukunftsbausteine (ZB) konzipiert und erprobt, die an die Handlungsfelder der Tecklenburger Nachhaltigkeitsstrategie anknüpfen und einzelne Transformationsherausforderungen in den Mittelpunkt stellen:
Zentrales Element der Zukunftsbausteine ist die „Tafel der Utopien“, bei der es sich um einen Workshop mit einer Mischung aus interaktiven, thematischen und kulinarischen ‚Zutaten‘ handelt. Menschen aus verschiedenen sozialen, beruflichen und ökonomischen Kontexten und unterschiedlichen Alters werden eingeladen, einen Vorgeschmack auf eine wünschenswerte Zukunft zu bekommen. Insbesondere Personen, die bisher von der Teilhabe an Zukunftsvisionsprozessen und gesellschaftlicher Gestaltung ausgeschlossen sind, werden bei der „Tafel der Utopien“ adressiert und durch spezifische Angebote und Maßnahmen zum Abbau von Barrieren gefördert (z.B. organisierte Kinderbetreuung, adressat*innenorientierte Ansprache). Das gemeinsame Essen ermöglicht einen niedrigschwelligen Begegnungsraum und bildet die Basis für Begegnungen auf Augenhöhe und für die inhaltliche Auseinandersetzung mit den physischen Lebensgrundlagen sowie dem jeweiligen Thema des Zukunftsbausteins.

Gefördert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt